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Geschichte


Siedlungsgeschichtlich wurde unsere Gegend schon 3000 v. Chr. als Lebensraum genutzt. 1889 entdeckte man in Henriettenhof eine Begräbnisstätte, die 2300 - 1600 v. Chr. angelegt wurde.
Heinrich der Löwe überließ die Uckermark 1172 den Fürsten von Pommern, die diese kolonisierten. 1230 - 1270 holten deutsche Fürsten christliche Flamen und Slawen ins Land und übertrugen Ihnen Freibriefe und Rechte. 

Die Crussower Kirche wurde 1256 erbaut.
Eine Sage berichtet: "Eine zum Christentum bekehrte wendische Häuptlingstochter wird von zwei noch unbekehrten Wenden hier im dichten Wald angefallen, um Ihr Leides zuzufügen. In Ihrer Herzensangst ruft Sie die heilige Anna um Schutz und Hilfe an. Diese erbarmt sich ihrer und verwandelt Sie in ein flüchtiges Reh, als welches sie Ihren Verfolgern entschlüpfte. Auf der Stelle, wo dies geschah, soll die Kirche von Crussow erbaut worden sein.

Das Straßendorf Crussow wird zum ersten Mal am 10.01.1335 erwähnt. 1355 kam das Dorf für 120 Jahre zu Pommern. Mit dem Frieden von Landin (1479 jedoch wieder zu Brandenburg.

Hans von Aschersleben tritt 1465 erstmals als Lehnsherr auf. Seit 1476 hatten die Herren von Buch ebenfalls Besitz in Crussow. 1571 gab es in Crussow zwei Wohnhöfe, davon war einer in Ascherslebenschem Besitz und einer im Besitz derer von Buch. 1690 gab es drei Rittersitze derer von Buch, derer von Aschersleben und den Sitz der Frau Oppel, geb. Aschersleben. Nach 1690 erwarben die von Aschersleben den von Buchschen Anteil an Crussow.

1680 erfolgte die erste Renovierung der Kirche.
Zum Ende des 17. Jh. trafen die ersten Hugenotten ein.
Im Jahre 1730 errichtet man gemäß Nachlass des Baumeisters Beckmann den Kirchturm.
1746 verkaufen die von Aschersleben das Dorf Crussow an den geheimen Justizrat und Oberappelations-Gerichtsrat Johann Conrad von Risselmann für 100 000 Taler.
1774 betrug die Einwohnerzahl 284, bis 1861 erhöhte sich die Einwohnerzahl auf 550.
1797 wurde Rittmeister und Ritterschaftsrat Friedrich von Risselmann aus Crussow Landrat des Kreises Angermünde. Er starb 1819.
Zwischen 1808 - 1818 entstand auf dem nördlichen Teil des Rittergutes das Vorwerk Neuhof, dem 1826 der Ausbau Henriettenhof folgte.

Durch einen Blitzschlag kam es 1827
zu einem Kirchenbrand. Im gleichen
Jahr wurde Sie saniert. Im Jahr 1864
wurde die Kirche gründlich umgestaltet.
1855 konnte aus freiwilligen Beiträgen
eine etwas kleinere Orgel angeschafft
werden.
1849 - 1851 wurde durch Mühlenmeister Protz eine Bockwindmühle erbaut und 1860 eine Brennerei.
Die Mühle zerstörte 1915 ein Sturm.
Im Jahre 1855 wurde das alte Schulhaus errichtet, das zweistöckige Schulhaus, das bis 1972 genutzt wurde, wurde erst 1913 erbaut.
Laut Chronik der Schule, verstarb Carl von Risselmann am 05.06.1895 auf einer Einzeljagd am Dachsgrund durch Herzversagen. An dieser Stelle wurde ein Granitbrocken zur Erinnerung aufgestellt.
Am 24.12.1910 war ein ganz besonderes Weihnachtsfest, es war der Tag, an dem es den ersten elektrischen Strom in Crussow gab.
Zum Schluss der Sommerferien 1914 begann der erste Weltkrieg.
26 junge Männer mussten in den Krieg ziehen. Darunter war auch
der Lehrer Koltermann, der schon im November fiel.
Während der Kriegszeit im Juni 1917 gab es ein großes Feuer in
Crussow. 12 Familien wurden obdachlos.
Die Sommerferien und die Herbstferien mussten verlängert werden,
(verregneter Sommer) da nur mit Hilfe der Kinder die Ernte einge-
bracht werden konnte.
Durch Erbfolge übernimmt 1917 Graf Reinhold Fink von Finkenstein den Besitz derer von Risselmann
noch während des Krieges.
Die großen Kirchenglocken mussten 1918 an die Heeresverwaltung abgeliefert werden.
Graf von Finkenstein starb 1926. Nach Erbauseinandersetzungen übernahm die Schwester des Grafen - Frau Carola von Lanngen-Steinkeller mit Ihrem Mann - das Gut und führte es bis 1945 weiter.

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